G E F A H R !!!

Der Strauß steckt seinen Kopf in den Sand, wenn er Gefahr wittert. Es gibt immer weniger Tiere dieser schönen Vogelart. Ihr Volk würde aufblühen,wenn wir ihnen nur irgendwie
klarmachen könnten:"Blicke hoch! Prüfe die Gefahr! Reagiere!"

wer ungedultig ist, kann gleich ans Ende: Miss Heroin stellt sich vor !

Kathys Story : Nie wieder !

An einem kalten Oktobermontag hing ich an der Herz-Maschine im Krankenhaus und dachte
über die letzten dreizehn Jahre meines Lebens nach. Und über die vergangenen dreizehn
Stunden. Ich hatte Kokain im Wert von 245 Dollar genommen, und dreizehn Stunden später
dachte ich, ich hätte einen Herzanfall. Ich wählte die Notarztnummer und mußte der Stimme
am anderen Ende erklären, warum meine Brust schmerzte. Nun war mein Fall keine Herzsache mehr, sondern eine Überdosis Drogen!

Als ich so dalag, betete ich:"Gott, nimm mein Leben." Aber Gott hatte mich viel zu lieb! „Nein, du wirst nicht sterben" ,sagte er. „Lerne aus deinem Leben, und hilf anderen damit."
Gruppenzwang hatte mich dazu veranlaßt, den ersten Joint zu nehmen. Ich war im College-
endlich erwachsen -fiel ich auf das Gerede der Leute herein, die sagten, du könntest alles haben (und sogar gleichzeitig): zur Kirche gehen, dann high werden und die Schönheit der Berge bestaunen. Eine Freundin sagte, das sei alles nicht wahr. Eine Droge führt zur anderen,
sagte sie immer wieder.(Wie recht sie hatte!) Aber ich meinte nur: „Ach, geh, das wird mir bestimmt nicht passieren." Oder: „Was ist schon dabei?" Oder sogar: „Jesus hat auch Wein getrunken; davon wirst du schließlich auch high."

Nach dem Gras kam das Bier und nach dem Bier der Whisky, denn schon bald reichte das Gras nicht mehr aus. Ich ging von der Schule ab und zog in eine Großstadt. Trotz Drogen und Alkohol versuchte ich, an Jesus festzuhalten, aber das Böse war irgendwie stärker. Wieder
rauchte ich Hasch und Marihuana.

Ich lernte neue Leute kennen, die sagten, sie hätten einen ganz besonderen Trip für mich, den
ich nie vergessen würde. Ich erinnere mich noch gut daran. Es war ein verregneter Abend.
Wir mußten in die Stadt, um den Stoff zu besorgen, und ich wußte nicht einmal genau. wo wir waren und was da abging.Ich hatte Angst, doch sie sagten mir immer wieder: „Nimm nur.Stell dich nicht so an." Einer ging zu einer Tür, warf Geld in einen Schlitz und wartete drei oder vier Minuten. Der Stoff kam aus dem Schlitz.

Wir gingen heim in unseren Keller, mischten das Zeug zusammen und zogen es in eine Spritze. Ich preßte die Binde um den Arm, schloß die Augen und ließ mich von meinen Freunden uns „Paradies" befördern. An viel mehr kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich weiß nur noch, daß ich mich gut fühlte, duch irgendwie hatte ich auch Schuldgefühle. Aber das war mir in dem Moment egal. Und ehe ich mich vesah - ich weiß gar nicht mehr, wie - war das Ganze zur Gewohnheit geworden. Abhängigkeit, so merkte ich, ist, wenn nicht mehr der Verstand dich bestimmt, sondern der Körper.

Bald wollten meine Freunde nicht mehr mich, sondern ich sollte sie high machen.Sie waren schon ganz unten, ich hingegen hatte noch eine Arbeitsstelle. So machten wir alle an meinem Zahltag einen Gang in die Stadt. Ich nahm Amphetamine und Barbiturate, dann Perluden, Heroin und Kokain.

Ich wurde süchtig. Hast du eine Ahnung, wieviel Kokain man an einem Tag spritzen kann? Einer von uns gab an einem Abend 700 Dollar aus. Keine Arbeit konnte ich halten (ich hatte zwei sehr gute Arbeitsstellen verloren); und ich wußte nicht, wie ich das nötige Geld für die Droge besorgen sollte. Eine innere Stimme flüsterte mir ein: „Klaue, Baby!Verkaufe alles, was du hast. Lüge!"

Elf Jahre war es inzwischen her, seit die Freundin mir gesagt hatte, daß eine Droge zur nächsten führt. Ich aber war immer noch überzeugt, alles im Griff zu haben. Ich mied den Kontakt mit Leuten, die mir helfen wollten, und wollte vor mir selbst nicht zugeben, daß ich dringend Hilfe nötig hatte.
Ich hätte sogar meine Seele verkauft, um an den Stoff zu kommen, und tat alles, um Kokain zu kriegen.Ich war total abhängig. Ich belog meine besten Freunde und machte mich überall unbeliebt.
Nicht nur die Droge war mein Problem; ich brauchte auch jeden Tag Alkohol. Ich wußte nicht mehr, wer ich war.

Irgendwann dachte ich zurück an die Zeit, als mein Leben noch intakt und fröhlich wirkte, weil Jesus ein Thema war, und beschloß, daß ich Hilfe brauchte. Ich ging in die Klinik, machte einen Entzug und war sechs Monete lang clean. Keine harten Drogen - nur ein bißchen Gras.
Keine harten Getränke - nur ein bißchen Bier. Das Leben lief gut. Ich hatte das Gefühl, ich hätte wieder alles im Griff.

Doch dann passierte es. Ich verlor den Boden unter den Füßen. Eine teuflische Stimme flüsterte: „Ich habe etwas für dich, Baby. Du wirst dich danach gut fühlen.Sooo gut. Es ist genau das, was du brauchst." Und schon war es geschehen! Ich nahm wieder Drogen und trank, um zu vergessen.
Aber an jenem kaltem Oktobermorgen gab ich mir die Nadel zum letzten Mal. Als ich dort in der Notaufnahme lag, trat Jesus zu mir und sagte: „Kathy, ich liebe dich. Wenn du in mir lebst, werde ich für dich sorgen. Wenn du dich weiter mit dem Bösen einläßt, wirst du sterben."
Der Arzt kam herein. „Wir wollen Sie an eine Drogenklinik überweisen", sagte er.Ich versprach es nie wieder zu tun.Niemals! Er fragte mich, wie ich so sicher sein könnte und ob ich denn wüßte, was Kokain aus einem Menschen macht. Ich bejahte. Ich hatte es ja jahrelang erlebt: Dir wird alles egal, du kannst nichts mehr empfinden, und dann willst du nur noch sterben.
Aber von jenem Moment an überließ ich Jesus den ersten Platz in meinem Leben; etwas, was ich nie zuvor getan hatte. Es hatte immer Menschen gegeben, die mich dazu bringen wollten, mein Leben Christus zu übergeben - meine Schulfreundin, meine Familie. Doch ich hatte nicht auf sie gehört.

Meine Antwort auf die Probleme war immer gewesen: „Okay, soll Gott sich darum kümmern."
Zwei Monate bin ich nun clean. Doch in meinem Leben wird es keine Drogen mehr geben. Drogen töten. Drogen sind das letzte. Drogen beherrschen dich - nicht du sie.Wenn du es einmal probiert hast, willst du immer mehr. Eins führt zum anderen. Lohnt sich das? Könnte ich nur einen Menschen von der Droge wegkriegen, wäre ich überglücklich.
Es ist komsch. Alle „Freunde", mit denen ich damals Drogen nahm, lassen sich heute nicht mehr blicken. Aber der eine Freund, der auf mich gewartet hat, war immer da. Auch als ich ins Krankenhaus ging, waren die „Dope-Freunde" nicht da. Die einzigen Freunde, die ich hatte, waren Jesus und die eine treue Freundin, die mich immer gewarnt hatte. Hätte ich dreizehn Jahre früher auf sie gehört, hätte ich heute keine solchen Erinnerungen an Kokain, Alkohol und Depressionen. Ich könnte auf eine gute Vergangenheit und ein normales Leben zurückschauen und auf gute statt schlechte Taten.

Gott ist meine Stärke. Wenn die Versuchung kommt, dann bete ich: „In Jesu Namen gebiete ich dir von mir abzulassen." Ich will mit dem Bösen nichts mehr zu tun haben.
Meine gläubige Freundin hat mir ein Gedicht gegeben. (Sie verlor ihren eigenen Bruder an einer Überdosis Heroin, nachdem er mit Pot angefangen hatte!)


So, mein Kleiner, das Gras wird dir langweilig.
- und auch LSD, Haschisch und Kokain.
Ein angeblicher Freund, eine sogenannte Freundin
sagen dir: „Darf ich vorstellen: Miss Heroin."

Nun, mein Guter, bevor du bald bei mir bist,
will ich dir noch sagen, wie es wirklich ist.
Ich werd´dich verführen und an mich binden.
Schon Stärkere als dich ließ ich verschwinden.

Du kannst nicht fallen, meinst du?
Ach, Darling, als Abhängiger fällst du immerzu.
Du wirst mich probieren in einer Nacht
und mich nehmen, Sweetheart, bis die Höllle lacht

Bin ich erst mal drin in deinen Venen,
wirst du dich, krank, nach Miss Heroin sehnen.
Nur für ein bißchen Eitsch wirst du Mutter belügen
und dich ins Böse und Käufliche fügen.

Für meinen sinnenbetäubenden Charme
wirst du rauben, lügen, stehlen;
und bin ich dann tief in deinem Arm,
wird dir, endlich !, nichts mehr fehlen.

Eines Tages wirst du dich deiner schämen
und dir versprechen mich nie mehr zu nehmen.
Wenn du meinst, du hättest den richtigen Dreh,
heb an und sag : Geh, Miss Heroin, geh!

Du erbrichst, du krampfst, du kannst nicht mehr;
deine Nerven schreien: „Komm, Freundin, komm doch her!"
Schmerzen, Schüttelfrost, Qual und Schweiß
nehmen dir nur meine Körnchen - winzig und weiß.

Da ist kein anderer Weg!Du brauchst nicht zu suchen;
denn du weißt im Innersten: Miss Heroin kann verfluchen.
Verzweifelt rennst du zum Pusher - und dann,
Honey, hängst du erneut an mir dran.

Yeah, wie ich versprach: Bist du erst zurückgekommen
wird dir a) dein Körper und b) deine Seele genommen.
Was du bist und hast, gibst du auf in deiner Not,
und dann wirst du mir gehören - bis in den Tod!